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Pressemitteilung zum Polizeieinsatz in Ramstein-Miesenbach

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Wie bereits aus der Meldung der Polizei Rheinland-Pfalz bekannt, hat am Abend des 20.04.2013 eine Hausdurchsuchung bei einem Zoophilen in der Nähe von Kaiserslautern stattgefunden. Grund dafür war der “Verdacht des Herstellens, beziehungsweise Verbreitens tierpornografischer Schriften”.

Leider werden aus Tierschutzkreisen diverse Fehlinformationen nach außen getragen, so dass wir vom ZETA-Verein hiermit folgende Dinge klarstellen möchten, die als gesichert gelten:

  • Bei dem Anwesen handelt es sich nicht, wie von Tierschützern kolportiert, um ein Bordell. Viel mehr handelte es sich um ein privates Treffen gleichgesinnter Menschen, die Freundschaften pflegen und sich über aktuelle Probleme – insbesondere hinsichtlich der anstehenden Gesetzesänderung – austauschen wollten. Aus einem Treffen von Gleichgesinnten gleich ein ganzes Bordell zu stilisieren, ist schlicht falsch und nichts anderes als Polemik.
  • Der Vorwurf, das Treffen habe stattgefunden, um Tierpornographie herzustellen oder zu verbreiten, ist aus unserer Sicht nicht haltbar. Mehrere Anwesende bestätigten uns, dass dies ein normales Usertreffen unter Freunden war und solche Vorwürfe nicht zutreffen.
  • Es wurden fünf Hunde und zwei Pferde beschlagnahmt. Ein Amtstierarzt war laut Zeugen nicht anwesend. Unserer Ansicht nach stellt dies ein unkorrektes Handeln der Polizei dar, Tiere ohne die Anwesenheit des Amtstierarztes zu beschlagnahmen. Die Fachbehörde muss zwingend in solche Aktionen mit einbezogen sein. Offenbar war sie aber nicht einmal über die Hausdurchsuchung in Kenntnis gesetzt worden.
  • Bei dem Einsatz waren Tierschützer und Zoophilie-Gegner anwesend. Ein “Ich bin Tierschützer” ist keine hinreichende Qualifikation, um als Zivilperson zu einer amtlichen Hausdurchsuchung zugelassen zu werden. Zudem gab es zwischen Zoophilen und Tierschützern eine tätliche Auseinandersetzung und die Polizei musste eingreifen. Zeugenaussagen zufolge ging die Aggression von einem Tierschützer aus, der einen Zoophilen schlug und in den Schwitzkasten nahm.
  • Über zwei Tage hinweg war es nicht möglich, den Aufenthaltsort der Tiere nachzuvollziehen. Das Tierheim Kindsbach erklärte, die beschlagnahmten Tiere seien nie bei ihnen angekommen. Gleichzeitig haben an der Aktion beteiligte Zoophilie-Gegner auf Facebook unverhohlen ihre Absicht Kund getan, die Tiere “weit weg” zu bringen und zu verhindern, dass sie nach Abschluss der Untersuchungen wieder an die Halter zurückgeben werden. Dem Anwalt eines der Betroffenen hat die Polizei am Dienstag mitgeteilt, dass sich die Tiere an “einem sicheren Ort” befinden und sie nicht verschwunden sind. Genauere Angaben wurden “zum Schutze der Tiere” nicht gemacht. Es bleibt zu hoffen, dass diese Aussage auf überprüften Tatsachen beruht und es sich nicht um eine Schutzbehauptung handelt, denn aus Erfahrung wissen wir, dass ein solches Szenario gar nicht so unwahrscheinlich ist: In einem anderen Fall, der sich vor einigen Jahren in Wetzlar zugetragen hat, ist tatsächlich eben dies geschehen.
  • Da bereits haarsträubende Informationen über den Zustand der beschlagnahmten Tiere kursieren, steht zu befürchten, dass sie vor der tierärztlichen Untersuchung manipuliert wurden, um Beweise zu schaffen. Auch dies ist seinerzeit in Wetzlar passiert: Nachdem der betreffende Hund den Tierschützern übergeben worden war, stellte eine Tierärztin vorher nicht vorhandene Veränderungen fest und direkt im Anschluss verschwand der Hund spurlos, was weitere Untersuchungen unmöglich machte.
  • Die Polizei erklärte, die Tiere würden zu Beginn der Woche untersucht. Inzwischen ist es bereits Mittwoch, aber bisweilen liegen noch immer keine Untersuchungsergebnisse vor.

Schon seit geraumer Zeit brüsten sich auf Facebook fanatische Zoophilie-Gegner damit, bereits hunderte von Adressen zoophiler Personen vorzuhalten, um auf diese nach Inkrafttreten der Tierschutznovelle, mit welcher jeder sexuelle Mensch-Tier-Kontakt zu einer Ordnungswidrigkeit erklärt wird, Jagd zu machen. Angesichts dieser Drohung und der Ereignisse der letzten Tage sind wir ausgesprochen alarmiert und besorgt. Wir befürchten, dass dies erst der Anfang einer großen Verfolgungswelle ist.


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